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TV-SENDUNG • WZ > AUGUST 2022

Globalisierung früher und heute

Die 11. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg fragt nach. Fairer Handel – Faire Chancen für alle (6/7)

Sendung

Hier finden Sie die Sendung unabhängig vom Sendetermin auf unserem YouTube-Kanal. Der Link führt zu YouTube und dort zum Video. Aus Gründen des Datenschutzes binden wir Videos nicht direkt auf der Seite ein.

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Schul-Veranstaltung mit TV‑Aufzeichnung: Mo 11. Juli 2022, 10 Uhr – Freie Waldorfschule Oldenburg, Blumenhof 9 – Oldenburg
Sendetermin: Mi 17. August 2022, 19.00 Uhr – Oldenburg eins

Wiederholungen werden in den Programmankündigungen der Sender bekanntgegeben.

Thema und Gäste

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Partnerschaften auf Augenhöhe heute, Umweltprobleme des Welthandels – aber auch die globale Handelsbeziehungen der Hanse im späten Mittelalter: Das sind nur einige der Themen, mit denen sich Schüler:innen der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg im Rahmen ihres Projektes mit Werkstatt Zukunft beschäftigt haben.

Seit wann gibt es Welthandel? Im Prinzip schon seit vorgeschichtlicher Zeit. Im 2. Jahrtausend v. Chr. gab es im bronzezeitlichen Europa einen regen Handel, der einen beträchtlichen Teil der damals bekannten Welt umspannte. Später einte das von einem dichten Handelswegenetz durchzogene Römische Reich den Mittelmeerraum politisch wie wirtschaftlich und unterhielt Kontakte bis nach China.

Im späten Mittelalter und im Übergang zur Neuzeit stiegen zuerst Familienunternehmen zu europa- oder gar weltweiter Bedeutung auf. Die Medici aus Florenz, als Kaufleute und Bankiers groß geworden, unterhielten zahlreiche ausländische Kontakte und Niederlassungen. Nördlich der Alpen entwickelten sich die Fugger von einer Augsburger Händlerfamilie zu einem Konzern von Weltgeltung. Ihre engen Beziehungen zum Haus Habsburg, das die deutschen Kaiser und die spanischen Könige stellte, sicherten ihnen Privilegien in Europa und Übersee. Mehr dazu auf der Seite "Wissen" | Wissen.de

Ein Besuch im Europäischen Hansemuseum in Lübeck erweiterte den Blick auf die nordeuropäischen Handelsbeziehungen des späten Mittelalters, durch die Bergen in Norwegen, Brügge in Flandern ebenso wie England im Westen mit dem Ostseeraum verbunden waren, die aber auch im Süden über die italienischen Städte bis in die Levante und nach Nordafrika, im Osten über Nowgorod und die Seidenstraße bis nach China reichten. In unserem Projekt haben wir der Bogen gespannt vom Anfang des Welthandels bis heute. Was bedeutet Globalisierung damals und heute? Und wie wollen wir globale Beziehungen in Zukunft gestalten?

Gesprächspartner:innen der Sendung

Hier stellen wir unsere Gesprächspartner:innen vor, die im Interview vorab oder bei der Aufzeichnung der Sendung in der Aula der Schule dabei waren.

Die Sendung wurde von Johanna Meiners und Friedrich Nürnberger aus der 11. Klasse moderiert. Weitere Schüler:innen waren an der Erstellung der Videobeiträge beteiligt.

Im Folgenden stellen wir die Themen vor, die wir in unserem Projekt mit den Schüler:innen der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg bearbeitet haben und die in die Gestaltung der Sendung eingeflossen sind.

Lübeck und die Hanse – Eine Exkursion

Ein Besuch in Lübeck als einem der Zentren der Hanse mit einem Besuch im Europäischen Hansemuseum und einem Gespräch mit Carsten Siebenbürgen, einem Wissenschaftlichen Mitarbeiter des Hauses, der gerade an der Vorbereitung eine Ausstellung zum Textilhandel in Vergangenheit und Gegenwart arbeitet, führte uns vor Augen, dass „globale“ Handelswege schon im späten Mittelalter eine bedeutende Rolle spielen. Mehr dazu im Bericht über unseren Stadtrundgang in der Sendung (ab Minute 3:18) und im Gespräch mit Carsten Siebenbürgen, das wir aufgezeichnet haben, in der Sendung in einer Kurzfassung, hier ausführlich:

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Lübeck und die Hanse. „Guter Stoff – Textile Welten von der Hansezeit bis heute“. In der Ausstellung wird gezeigt, wie Textilien vergangene und heutige Gesellschaften vernetzen und dass Nachhaltigkeit damals wie heute lebenswichtig war und ist.  | Video

Globalisierung früher und heute

Das Projekt der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg mit Werkstatt Zukunft hat im Rahmen einer Geschichtsepoche stattgefunden. Für alle, die das nicht kennen: An Waldorfschulen werden Fächer wie Deutsch und Geschichte, aber auch Naturwissenschaften und anderes in mehrwöchigen Epochen unterrichtet. Dann steht eines dieser Fächer morgens von 8 bis 10 Uhr im Fokus. So hatte die Klasse vier Wochen lang jeden Tag zwei Stunden Zeit für Geschichte und für unser Projekt und wir konnten das an einigen Tagen auch über den ganzen Schultag ausdehnen.

Da durch Erkrankung des Geschichtslehrers Andreas Büttner aus unserem Team seine Aufgabe kurzfristig übernommen hat, griffen Unterricht und Projekt vier Wochen lang ständig ineinander und das Werkstatt-Team war an mehr als den üblichen zwei oder drei Workshoptagen beteiligt.

Nachdenken über den Sinn der Beschäftigung mit Geschichte, über unsere Verantwortung für Erde und Mensch und für die Gestaltung der Zukunft war ebenso Thema wie Handel und Vernetzung in Antike, Mittelalter und Neuzeit. Das Thema Sklaverei wurde etwa im Überblick über die antiken Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten, in Israel, Griechenland und Rom bis zum amerikanischen Bürgerkrieg in den 1860er-Jahren, zur Bürgerrechtsbewegung der 50er- und 60er-Jahres des 20. Jahrhundert (Martin Luther King) und zur aktuellen Diskussion über Rassismus und Diskriminierung verfolgt.

So erschloss sich ein weiter Blick auf Fragen des Fairen Handelns im Speziellen und eines fairen Miteinanders in unserer Welt im Allgemeinen. Dazu haben die Schüler:innen eigene Texte verfasst, eine Auswahl stellen wir auf einer eigenen Seite vor | Texte

Herausforderung heute: Partnerschaften auf Augenhöhe – Mana Atiglo

Der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen beschäftigt sich mit Bildungsarbeit im Bereich der Entwicklungspolitik, vertritt die Interessen seiner Mitglieder und steht für eine „Eine Welt Politik“. Mana Atiglo arbeitet als „Eine Welt“ Promotorin. Sie setzt sich für Entwicklungspolitik ein, die auf Zusammenarbeit zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden fußt, anstatt auf Diskriminierung.

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Partnerschaften auf Augenhöhe. Als was arbeitet eine „Eine Welt-Promotorin“? Was macht der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen? Kann Entwicklungspolitik ohne Postkolonialismus geschehen? Mana Atiglo beantwortet Fragen der Schülerinnen aus der 11. Klasse. | Video

Postkoloniale Kontinuitäten – Lena Nzume

Lena Nzume, die gleichermaßen aus Kamerun und aus Westerstede stammt, und sich als am liebsten als „Schwarze Deutsche“ bezeichnet sieht, hat uns an einem Vormittag nicht nur über das vielfältige Land ihrer Herkunft in Afrika erzählt, sondern auch den Blick für Postkoloniale Strukturen, die weiterwirken, geschärft. Leider konnte sie bei der Aufzeichnung der Sendung nicht wie geplant als Gesprächspartnerin dabei sein.

Klimaaktivist:innen aus Uganda zu Gast in Oldenburg

Marit Gaumer aus dem 12. Jahrgang der IGS Flötenteich stellt uns im Gespräch in der Sendung und in zwei Interviews die Sosolya Undugu Dance Academy aus Uganda und ihren Einsatz für das Klima in Afrika vor. Die Gruppe war schon mehrfach in Deutschland unterwegs. 2019 hat Werkstatt Zukunft zwei weitere Interviews aufgezeichnet. Texte dazu und alle Videos auf unserer Themenseite | Sosolya

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Tanz für's Klima. Im zweiten Teil des Interviews sprechen Jugendliche von Sosolya über ihre Erfahrungen in Deutschland. Sie setzen sich aktiv für Klimagerechtigkeit ein und tanzen, um die Aufmerksamkeit des internationalen Publikums auf die Ungerechtigkeiten der Welt zu lenken.  | Video

Überfischung der Meere – Umweltprobleme durch die Schifffahrt

Durch die Zusammenarbeit von Werkstatt Zukunft mit der Uni Oldenburg ergab sich ein weiteres Teilprojekt zu Fragen der Globalisierung, für das eine Gruppe von Studierenden der Umweltwissenschaften aus dem 2. Semester für einen Tag in der Waldorfschule waren, begleitet von ihren Dozent:innen Dr. Holger Winkler und Dr. Michaela Maurer.

Charlotte Frielingsdorf und Philipp Laßen haben das Projekt in der Sendung vorgestellt, außerdem danken wir Luzie Böckermann, Milena Göbel, Stefanie Kunkel und Finja Wylenga für ihre Beteiligung.

Für die Studierenden war es ein erster selbst erarbeiteter Einsatz zur Vermittlung von Umweltwissen, für die Schüler:innen eine oftmals erste Begegnung mit der Universität – anhand konkreter Fragestellungen zum globalen Handel. Die Schüler:innen hatten Gelegenheit zu eigener Recherchearbeit in zwei Gruppen zu den Themen Schifffahrt und Überfischung der Meere. Die Ergebnisse haben sich die Gruppen mit Unterstützung durch die Studierenden gegenseitig vorgestellt.

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Folgen des Plastikkonsums

Erziehung zu Klimasensibilität beginnt schon früh. Charlotte Frielingsdorf und andere studieren Umweltwissenschaften an der Universität Oldenburg. Sie waren an dem Projekt der Waldorfschule beteiligt, aber nicht nur an dem! An einem Tag besuchten sie einen Kindergarten in der Wesermarsch, um den Kindern die Folgen des Plastikkonsums näherzubringen, sie für die Umwelt zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie sie es gemacht haben und wie die Kinder darauf reagiert haben.

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Und was passiert dann? Folgen des Plastikkonsums für Kinder erklärt. Liebevoll erzählt Charlotte Frielingsdorf den Kindern eines Kindergartens in der Wesermarsch, warum Plastik schlecht ist und was man gegen den Plastikkonsum machen kann.  | Video

Künstlerische Beiträge

Vor der Geschichtsepoche hat die 11. Klasse zwei Akte aus Goethes Faust II auf die Bühne gebracht. Während eines solchen Theaterprojektes, das jeweils ganztägig Proben mit einem Regisseur umfasst, findet kein anderer Unterricht statt. Die Klasse bringt die Szenen in ein großes Faust-Projekt mehrerer Waldorfschulen ein, das im Juli 2022 (für Niedersachsen bereits in den Schulferien) in Ismaning bei München stattfindet.

Eine Szene mit Faust und Mephisto (von zwei Schülern dargstellt) ist – ohne Kostüm und Bühnenbild – Teil der Aufzeichnung. Ebenso bringt die Klasse zwei Songs auf die Bühne, die sie als starkes Statement für eine Zukunft in Frieden in ihre Aufführung eingefügt hat. „In den Kasernen“ – ursprünglich von Marlene Dietrich gesungen, die sich dem Zugriff des Nazis konsequent entzogen hat, und „Imagine“ von John Lennon, auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges entstanden. Vielen Dank an Nils Erlank, der als Musiklehrer die Produktion unterstützt hat.

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Fairer Handel – Alle Teilprojekte im Überblick

Hier stellen wir Ihnen alle Sendungen unserer Schulprojekte zu „Fairen Chancen für alle“ vor. Sieben sind es insgesamt geworden.

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Fairer Handel – Globale Gerechtigkeit und Frieden. Schüler:innen der Oberschule Uplengen erarbeiten Grundstrukturen einer Welt, die auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit gegründet ist. Sie fragen, wie eine Jeans in unsere Geschäfte kommt, wie Kakao produziert wird und mehr. Dezember 2021 | Themenseite

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Fairer Handel – Gleichberechtigung gehört dazu. Schüler:innen der Klasse 9b des Alten Gymnasiums Oldenburg zeigen, wie unfair es im konventionellen Handel oft zugeht, welche Auswirkungen Kolonialismus immer noch hat und stellen Geschlechter-Gleichberechtigung in den Fokus. Dezember 2021 | Themenseite

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Fairer Handel – Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Ein Projekt der 9. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg. Schüler:innen im Gespräch mit Gästen, die aus eigener Erfahrung über die Bedeutung der Menschenrechte im globalen Zusammenhang berichten. April 2022 | Themenseite

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Faire Produktion – Mensch und Natur im Blick. Diese Sendung handelt von den Auswirkungen des Kolonialismus damals und heute, insbesondere im Hinblick auf die Produktionswege, die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort und die Auswirkungen auf das Klima. Mai 2022 | Themenseite

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Überproduktion – ein globales Problem. Verschiedenste Perspektiven aus Forschung, Politik und Kunst. Wie kann die Welt fair werden? Ein Projekt der 8. Klasse des Alten Gymnasiums Oldenburg mit Werkstatt Zukunft. Juli 2022 | Themenseite

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Globalisierung – früher und heute. Was ist eigentlich fair? Eine geschichtliche Perspektive. Fairer Handel wird nicht nur unter aktueller Fragestellung, sondern am Beispiel der Hanse auch im Licht der Weltgeschichte angeschaut. Mit der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg. Juli 2022 | Themenseite

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Was heißt globale Verantwortung? Der 9. Jahrgang der OBS Uplengen im Gespräch mit Anne Kress, Aktivistin für Fairen Handel, Seith Onyango, Sprecher der Ausländischen Studierenden an der Uni Oldenburg, und Julian Pahlke, MdB, seit langem engagiert für die zivile Seenotrettung. November 2022 | Themenseite

Die Sendereihe

Werkstatt Zukunft produziert monatlich eine TV-Sendereihe, die bei Oldenburg eins und bei weiteren Bürgersendern ausgestrahlt wird. Über unsere Website und unseren YouTube-Kanal sind unsere Videos zeitlich und räumlich unbegrenzt zu sehen.

Förderer unserer Projekte zu Fairem Handel

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Gefördert durch Engagement Global...  | Website

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...mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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...und durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung | Website

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Werkstatt Zukunft in Kooperation mit Schulen in Oldenburg und im Umland sowie mit Oldenburg eins und weiteren Bürgersendern.


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