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THEMEN > FRIEDEN – GERECHTIGKEIT – EINE WELT

Juan José Trujillo – Kolumbien

Perspektivwechsel: Gerechtigkeit aus Sicht des Globalen Südens – Die Freie Waldorfschule Oldenburg fragt nach

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Juan ist zwischen Kaffeepflanzen groß geworden und hat dort, in den kolumbianischen Anden, ein großes Wissen über den Kaffeeanbau und das Zusammenspiel zwischen Natur und Bauern erlangt. Als promovierter Ingenieur und getrieben von ewiger Neugierde möchte er stets alle Prozesse optimieren und vor allem maximal nachhaltig gestalten.

Direct Trade Kaffee

Es ist ja absurd: Bevor wir in Deutschland Kaffeebohnen in unsere Espressomühlen, Handfilter oder Kaffeevollautomaten kippen, gehen sie in einer üblichen Lieferkette durch mindestens sechs Hände: Der Kaffeeproduzent liefert an die Kooperative, die an einen Exporteur, der an einen Importeur, dieser an Großhändler oder die Kaffeerösterei, bevor der abgepackte Kaffee in einem Supermarkt zum Verkauf angeboten wird. Und logisch: An jeder dieser Stationen hält jemand die Hand auf. Und das Geld landet nicht beim Kleinbauern als eigentlichem Kaffeeproduzenten, sondern bleibt an den Zwischenstationen der Handelsbeziehungen hängen.

Direct Trade Kaffee will Fair Trade, also transparente und vor allem kurze Handelswege etablieren, in denen ein fairer Preis direkt an die Farmer geht und die Lebensbedingungen in den Anbaugebieten verbessert werden. Das Beispiel von Juan José Trujillo aus Kolumbien zeigt: Es geht noch kürzer. Wenn die Familie Kaffee anbaut, alle Wertschöpfungsschritte selber geht und die fertigen Produkt auch noch selbst vertreibt.

La Molienda Kaffee

Juan ist zwischen Kaffeepflanzen groß geworden und hat dort, in den kolumbianischen Anden, ein großes Wissen über den Kaffeeanbau und das Zusammenspiel zwischen Natur und Bauern erlangt. Als promovierter Ingenieur und getrieben von ewiger Neugierde möchte er stets alle Prozesse optimieren und vor allem maximal nachhaltig gestalten. Juans Familie baut Kaffee auf Plantagen an. Von dort exportieren sie ihren Rohkaffee direkt nach Oldenburg. Durch diese enge Verbindung nach Kolumbien ist es Juan und seiner Familie möglich, aktiv auf den Anbauprozess Einfluss zu nehmen und einen respektvollen Umgang mit der Natur zu fördern.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Tradition des kolumbianischen Kaffeeanbaus immer schwerer umzusetzen ist. Äußere Umstände wie internationale Börsenpreise, Klimawandel und Generationswechsel tragen dazu bei. Juan beobachtet seit Jahren, dass seine Nachbarn nach und nach den Kaffeeanbau aufgeben. Dem möchte er entgegenwirken, indem er die konventionellen Strukturen des Kaffeehandels aufbricht und einen anderen Weg geht – den direkten, ohne Umwege.

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„Unsere Zukunft“ – Projektwoche 2026 der Freien Waldorfschule Oldenburg

Jedes Jahr bereiten die Schüler:innen der Oberstufe (Klasse 9 – 12) „ihre“ Projektwoche vor. In diesem Jahr haben sie dafür das Thema „Unsere Zukunft“ gewählt, dem sie sich von verschiedenen Seiten nähern wollen. Dazu haben sie Werkstatt Zukunft eingeladen, in Beiträgen für das Plenum sowie in einem Workshop das Thema in globaler Perspektive zu diskutieren.

Wir konnten Referent:innen aus den drei Kontinenten des Globalen Südens für einen Wechsel der gewohnten Perspektive gewinnen, jeweils mit einem eigenen, persönlichen Blickwinkel auf die Frage „Was ist globale Gerechtigkeit aus Sicht des Südens?“ Daraus ergeben sich dann Hoffnungen, Erwartungen und auch Forderungen an die Menschen und an Regierungen im Globalen Norden und an internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen.

So steht Kumar Ashish aus Nepal für die Perspektive Asiens, Thamie Ndunana aus Südafrika und Laila Qarbi aus Deutschland mit Wurzeln in Marokko, mit der sie ein Duo im ASA-Austauschprogramm bildet, stehen für die Sicht Afrikas und Juan José Trujillo aus Kolumbien vertritt Lateinamerika. Jeweils an einem Tag sind sie zu Gast in der Schule und ermöglichen einen intensiven Austausch.

Natürlich reist niemand aus dem Globalen Süden für ein Schulprojekt nach Europa. Indem wir Menschen einladen, die ohnehin zum Studium, zum Austausch oder aus familiären Gründen in Norddeutschland sind, gelingt es die jeweilige Perspektive im persönlichen Kennenlernen in unsere Arbeit hereinzuholen.

So sind im Plenum drei Beiträge entstanden, die wir zu einer TV-Sendung zusammenfügen. Alle Beiträge findet ihr unten in der Übersicht über das Gesamtprojekt. Im Workshop konnten weitergehende Fragen mit unseren Gästen besprochen werden, so dass für die beteiligten Schüler:innen ein Perspektivwechsel möglich wurde.

Nachhaltiges Wirtschaften – global und gerecht: Alle Videos aus unserem Projekt im Überblick

Hier stellen wir euch die bereits veröffentlichten Videos aus unserem Projekt vor. Insgesamt planen wir in den Jahren 2026 bis 2027 dreizehn Schulprojekte und schulübergreifen Einzelbeiträge aus unserer Netzwerkarbeit – siehe unten.

Aus der Freien Waldorfschule Oldenburg

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Kumar Ashish – Nepal. Kumar Ashish ist in Ne­pal und Indien zu Hause und lädt uns ein, die Frage globaler Gerechtigkeit aus der Sicht Asiens in den Blick zu nehmen. „Perspektiv­wechsel“ ist ein Projekt im Rahmen der Ober­stufen-Projektwoche der Freien Waldorfschule Oldenburg. Juni 2026 | Themenseite

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Thamie Ndunana und Laila Qarbi – Südafrika. Zu Gast aus Südafrika von der NGO Masifunde ist Thamie Ndunana und Laila Qarbi aus Her­ford, die Politikwissenschaft und Soziologie stu­diert hat. Laila geht dann für drei Monate zu Masifunde. Sie berichten über ihr Projekt im ASA-Programm. Juni 2026 | Themenseite

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Juan José Trujillo – Kolumbien. Juan ist zwi­schen Kaffeepflanzen groß geworden und hat dort, in den kolumbianischen Anden, ein großes Wissen über den Kaffeeanbau und das Zusam­menspiel zwischen Natur und Bauern erlangt. Er möchte alle Prozesse optimieren und nach­haltig gestalten. Juni 2026 | Themenseite

Nachhaltiges Wirtschaften – Netzwerkprojekte schulübergreifend

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Staatssekretär Johann Saathoff, BMZ. Die Ent­wicklungszusammenarbeit steht vor histori­schen Einschnitten: Weltweit werden Mittel ge­kürzt obwohl der Bedarf an Hilfe für Hungerbe­kämpfung, Gesundheitsversorgung und Er­nährungssicherheit wächst. Schüler:innen im Gespräch mit ihm. Juni 2026 | Themenseite

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Maruan Florencio – Brasilien. Maruan ist Sänger, Komponist und Interpret, der den Reggae als Ausdrucksform und als Verbindung zum Publikum nutzt. Beruflich schützt er die natürlichen Grundlagen seiner Heimatregion durch die Leitung eines Netzwerkes von Kläranlagen. Juni 2026 | Themenseite

Die Sendereihe

Werkstatt Zukunft produziert monatlich eine TV-Sendereihe, die bei Oldenburg eins und bei weiteren Bürgersendern ausgestrahlt wird. Über unsere Website und unseren YouTube-Kanal sind unsere Videos zeitlich und räumlich unbegrenzt zu sehen.

Förderer „Nachhaltiges Wirtschaften – global und gerecht“

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Gefördert durch Engagement Global... | Website

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...mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | Website

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...und durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung | Website

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Werkstatt Zukunft in Kooperation mit Schulen in Oldenburg und im gesamten Nordwesten sowie mit Oldenburg eins und weiteren Bürgersendern.


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